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Das neue HubSpot-Pricing: Zahl nur noch für das, was du wirklich nutzt

Geschrieben von Sebastian Schäfer | 15.10.2026

Seit dem 1. Oktober 2026 kaufen Neukunden in Europa HubSpot auf eine neue Art: eine Edition für den ganzen Account, Seats für die Menschen, die damit arbeiten, und Credits für das, was das System tatsächlich für dich erledigt. Die Grundidee ist einfach – du zahlst nicht mehr für Hubs und Kontaktstufen, die du vielleicht nie ausreizt, sondern für echte Nutzung.

Wenn du HubSpot schon einsetzt, gilt: Ruhe bewahren. Bestandsaccounts bleiben vorerst im bisherigen Modell und werden erst schrittweise im Laufe von 2027 umgestellt. In diesem Artikel zeigen wir dir, was sich ändert, was es kostet und worauf du dich jetzt schon vorbereiten kannst.

Was sich ändert: drei Bausteine statt Hub-Puzzle

Bisher hast du HubSpot Hub für Hub gekauft – Marketing Hub Professional hier, Sales Hub Starter dort, dazu Marketing-Kontaktstufen. Das neue Modell fasst das in drei Entscheidungen zusammen.

  1. Eine Edition für den ganzen Account. Du wählst Starter, Professional oder Enterprise. Die Edition gilt für alles, gemischte Editionen gibt es nicht mehr.
  2. Seats für die Menschen. Der Core Seat gibt Zugang zu Smart CRM, Breeze Assistant und angereicherten Daten. Der Front Office Seat ergänzt die Workspaces für kundennahe Teams und ersetzt die bisherigen Sales-, Service- und Revenue-Seats.
  3. Credits für die Arbeit des Systems. E-Mail-Versand, Workflow-Aktionen, KI-Agenten, WhatsApp-Nachrichten oder zusätzliche Telefonminuten verbrauchen HubSpot Credits. Jede Edition bringt ein monatliches Kontingent mit.

Ein weiterer großer Unterschied: Marketing-Kontakte werden nicht mehr separat abgerechnet. Sie zählen zur Record-Kapazität, die alle Objekte im Account umfasst.

Die neuen Preise im Überblick

Ein Core Seat startet bei 20 € pro Monat, jede Edition enthält 5.000 bis 15.000 Credits monatlich. Alle Angaben sind „ab“-Preise laut HubSpot (Pricing-Supplement, Stand Oktober 2026).

  Starter Professional Enterprise
Core Seat (€/Monat) 20 60 90
Front Office Seat (€/Monat) – 120 150
Inklusive Credits pro Monat 5.000 10.000 15.000
Record-Kapazität (alle Objekte) 25.000 250.000 15.000.000
Telefonminuten pro Monat 500 3.000 12.000
Max. bezahlte Seats 10 – –

Zusätzliche Credits kosten 1 Cent pro Stück, entweder als Pay-as-you-go oder als Kapazitätspaket mit 1.000 Credits für 10 € im Monat. Inklusive Credits verfallen am Monatsende.

So viele Credits verbrauchen typische Aktionen:

Aktion Credits
E-Mail-Versand (erste 10.000 pro Monat) 15 je E-Mail
Workflow-Aktion (erste 10.000 pro Monat) 3 je Aktion
Breeze-Workflow-Aktion 10
Customer Agent, eine gelöste Konversation 50
Prospecting Agent, ein Lead 100
Ein angenommenes Angebot (Quote) 100

Mit steigendem Volumen sinkt der Verbrauch pro E-Mail und pro Workflow-Aktion deutlich. 1:1-E-Mails aus dem verbundenen Postfach kosten keine Credits.

Warum das gut ist: du zahlst für das, was du wirklich nutzt

Das alte Modell hat viele Unternehmen dazu gebracht, Hubs oder Kontaktstufen „auf Vorrat“ zu kaufen. Das neue Modell dreht das um: Die Kosten folgen der tatsächlichen Nutzung.

  • Ein Seat statt vieler. Wer in Marketing und Vertrieb arbeitet, braucht keinen Seat pro Hub mehr. Eine Person, ein Seat.
  • Keine Kontakt-Strafen mehr. Statt teurer Sprungstufen bei Marketing-Kontakten gibt es eine großzügige Record-Kapazität. Zusätzliche 1.000 Records kosten in Starter und Professional 5 € im Monat.
  • KI ohne Pauschale. KI-Agenten laufen über Credits. Du bezahlst eine gelöste Kundenanfrage oder einen recherchierten Lead – nicht eine Lizenz, die ungenutzt bleibt.
  • Einfacher Einstieg, einfacher Ausbau. Statt 73 Produktvarianten gibt es eine überschaubare Struktur. Du startest klein und erweiterst Seats, Credits oder Pakete, wenn der Bedarf wächst.
  • Volle Kostenkontrolle. Admins setzen Credit-Limits für den Account und einzelne Features. HubSpot warnt bei 75, 85 und 90 Prozent Verbrauch.

Worauf du achten solltest

„Nur zahlen, was man nutzt“ heißt auch: Wer viel nutzt, sollte seine Zahlen kennen. Drei Punkte sehen wir in der Beratung am häufigsten.

  • E-Mail-Volumen. Jede von HubSpot versendete E-Mail kostet Credits – auch interne Benachrichtigungen und Erinnerungen. Wenn du regelmäßig Newsletter verschickst, fährst du in Professional und Enterprise meist mit einem E-Mail-Paket günstiger (z. B. 10.000 Sends für 1.000 € im Monat).
  • Workflows. Auch Workflow-Aktionen verbrauchen Credits. Eine E-Mail, die ein Workflow verschickt, zählt doppelt: als Versand und als Aktion. Für automatisierungsstarke Accounts gibt es das Workflow-Paket mit 500.000 Aktionen für 150 € im Monat.
  • Was passiert am Limit. Hast du keine zusätzlichen Credits gekauft, pausieren creditbasierte Funktionen, sobald das Kontingent aufgebraucht ist. Plane deshalb Puffer ein oder setze bewusst Limits.

Unser Tipp: Starter ist nicht automatisch die günstigste Wahl. Bei hohem E-Mail-Volumen kann Professional dank der Pakete am Ende weniger kosten.

Was Bestandskunden wissen müssen

Wer HubSpot heute schon nutzt, muss jetzt nichts tun. Das neue Modell gilt seit dem 1. Oktober 2026 nur für neue Accounts in EMEA. Bestandsaccounts werden erst schrittweise im Laufe von 2027 migriert – nicht alle auf einmal.

Die Zeit bis dahin solltest du nutzen:

  1. Renewal-Datum kennen. Wann läuft dein Vertrag aus, und wie fällt die Migration in diesen Zeitraum?
  2. Nutzung messen. Zähl, wie viele E-Mails HubSpot pro Monat versendet (inklusive interner Benachrichtigungen) und wie viele Workflow-Aktionen laufen.
  3. Records prüfen. Wie viele Datensätze liegen über alle Objekte im Account – nicht nur Marketing-Kontakte?
  4. Aufräumen. Ungenutzte Seats, verwaiste Workflows und veraltete Kontakte kosten im neuen Modell bares Geld. Jetzt ist der beste Zeitpunkt für einen Portal-Check.

So kannst du deinen Account auf Basis echter Zahlen durchrechnen, sobald HubSpot dir den Migrationstermin mitteilt.

Fazit: Weniger Ballast, mehr Fairness

Das neue HubSpot-Pricing ist ein klarer Schritt hin zu fairer, nutzungsbasierter Abrechnung. Du bezahlst Menschen, die mit HubSpot arbeiten, und Arbeit, die HubSpot für dich erledigt – nicht Hubs und Kontaktstufen, die im Schrank liegen. Neukunden profitieren sofort, Bestandskunden haben bis 2027 Zeit, sich in Ruhe vorzubereiten.

Du willst wissen, was das neue Modell für deinen Account bedeutet? Als HubSpot Platinum Partner rechnen wir dein Setup auf Basis deiner echten Nutzungsdaten durch und zeigen dir, welche Edition und welche Pakete sich lohnen. Sprich uns an.

Quelle: HubSpot – Flexible Seats-and-Credits Pricing Supplement