Double-Opt-In... Der ein oder andere Marketer kriegt bei diesem Begriff direkt mal AlbtrÀume. Aber zu Recht?

Wir wollen heute noch einmal einen Auffrischungskurs mit dir machen: Was steckt hinter Double-Opt-In und worauf solltest du achten? Gibt es Tricks das Ganze schöner zu gestalten?

Aber zu Beginn ein kurzer DisclaimerâŹ‡ïž

Wir sind keine AnwĂ€lte. und können dir deshalb auch keine juristisch belastbaren Tipps  geben. Alles was wir heute besprechen haben wir ebenfalls selbst recherchiert bzw. erlebt. Just so you know 😀

Was ist ein Double-Opt-In?

Der Douple-Opt-In ist ein Zustimmungsverfahren, dass vor allem im Online-Marketing und in erster Linie bei Newslettern zum Einsatz kommt. Im Grunde genommen bittet man den User darum 2x zu bestÀtigen, dass er oder sie diesen Newsletter auch wirklich erhalten möchte.

Im Standardfall sieht es so aus, dass ein User sich auf deiner Website fĂŒr den Newsletter eintrĂ€gt. Damit gibt der User bereits zum ersten Mal sein EinverstĂ€ndnis fĂŒr den Erhalt der Mails. Wenn du es dabei belassen wĂŒrdest, hĂ€ttest du einen einfachen Single Opt-In. Jetzt schickst du aber dem User eine Mail und bittest ihn darum, dass er noch einmal per Klick auf einen CTA-Button bestĂ€tigen soll, dass er deine Newsletter auch wirklich bekommen will.  Tut der User dies hast du eine zweifache BestĂ€tigung. Den Double-Opt-In.

Warum braucht es den Double-Opt-In?

Der Double-Opt-In soll die User vor nervigen Spam-Nachrichten schĂŒtzen. Viele Unternehmen versuchen ja auf Biegen und Brechen an Newsletter-Subscriber zu kommen. Da musst du z.B. das HĂ€ckchen beim Newsletter setzen, um ein Produkt ĂŒberhaupt bestellen zu können. Oder das HĂ€ckchen ist per Default gesetzt und der Verbraucher ĂŒbersieht es einfach... GĂ€be es nur das einfache Opt-In bekĂ€me der User jetzt Newsletter-E-Mails, die er gar nicht haben will.

Da das nicht die feine englische Art ist, hat der Gesetzgeber sich etwas ausgedacht. So heißt es im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, §7 Absatz 2:

"Eine unzumutbare BelĂ€stigung ist stets anzunehmen [
] bei Werbung unter Verwendung einer automatischen Anrufmaschine, eines FaxgerĂ€tes oder elektronischer Post, ohne dass eine vorherige ausdrĂŒckliche Einwilligung des Adressaten vorliegt."

Und genau diese unzumutbare BelĂ€stigung soll verhindert werden. Der User soll mehr Macht ĂŒber seine Daten bekommen #DSGVO.

Was bringt das Double-Opt-In deinem Marketing?

Auf den ersten Blick nur Arbeit oder? Falsch gedacht. Auch du als Marketer profitierst von einem Double-Opt-In. Warum? Weil deine Newsletter-Subscriber viel interessierter sind. Du hast schließlich keine Subscriber, die nur aus Versehen den Newsletter abonniert haben.  Die Subscriber, die du hast, wollen deinen Newsletter wirklich haben und sind deshalb i.d.R. viel engagierter und aktiver. Höhere Öffnungs- und Klickraten sind dann vielfach die Folge.

Klar, der Double-Opt-In bedarf etwas mehr Arbeit, aber dank Marketing-Automation hĂ€lt sich der Aufwand in Grenzen. DafĂŒr kannst du die Double-Opt-In-Mail bereits als erste Möglichkeit nutzen, dich als Unternehmen darzustellen und dir das Vertrauen des Users aufbauen. Der erste Schritt in Richtung Conversion zum Kunden.

Oh und zusĂ€tzlich gibt dir das Double-Opt-In eine gewisse Rechtssicherheit. Sobald ein User das Abo bestĂ€tigt hat, kann keiner mehr behaupten, dass du Spam schickst. Ob der Inhalt jetzt gut und seriös ist... das ist ein anderes Thema 😇

Was darf man beim Double-Opt-In nicht?

Wir haben gerade gesagt, dass du den Double-Opt-In dazu nutzen kannst, dich als Unternehmen schon einmal zu prĂ€sentieren. Das stimmt auch. ABER: Du darfst keine Werbung oder Angebote mit in die Mail packen. Der User muss sich sozusagen aus freien StĂŒcken und ohne Karotten vor der Nase fĂŒr das Abo entscheiden.

Setz den User nur auf deine Newsletter-Subscribtion-Liste, wenn er wirklich aktiv den Double-Opt-In bestĂ€tigt hat. Nur die E-Mail zu öffnen reicht nicht. Der User muss aktiv das Abo bestĂ€tigen. 

Was du nach der BestĂ€tigung ĂŒbrigens nicht machen solltest, ist die Daten des Subscribers fĂŒr andere Zwecke heimlich einzusetzen. Das könnte gewaltig nach hinten losgehen. Also schreib in der Double-Opt-In Mail immer wozu du die Daten sammelst und verwendest. Damit sind du und dein Unternehmen auf der sicheren Seite.

Und wie geht Double-Opt-In in schön?

So eine Double-Opt-In-Mail muss nicht im ewig komplizierten Juristendeutsch verfasst sein. Du darfst dich ruhig kreativ austoben. Klar ohne Werbung und Angebote, aber den Charakter deines Unternehmens kannst du ja durchaus durchblitzen lassen. Anstelle der Standard "Bitte bestÀtige dein Abo" kannst du also gerne kreativere Wege finden. Wege, die zu deinem Unternehmen und zu deiner Zielgruppe passen.

Und wie wĂ€re es mit einer Landingpage, auf der du dich fĂŒr das bestĂ€tigte Abo bedankst? Auch hier kannst du dich kreativ austoben. Ein Vorstellungsvideo des Newsletter-Teams vielleicht? Oder eine virtuelle Tour durchs Unternehmen? Oder ein kleines Geschenk fĂŒr alle Neuen? Alles ist möglich, aber nichts muss. Nur weil der Double-Opt-In in erster Linie zur rechtliche Absicherung dient, muss das Ganze noch lange nicht öde sein.

Fazit

Ja es gibt coolere Sachen als einen Workflow fĂŒr den Double-Opt-In aufzubauen. Aber es gibt auch coolere Sachen als von einem Anwalt vor Gericht gezogen zu werden, weil du zu faul fĂŒr den Workflow warst...

Wir sagen: Mach den Double-Opt-In 🙌

Das freut nicht nur deine RechtsanwĂ€lte, sondern auch die Subscriber. Denn mit so einer Mail wirkst du gleich wesentlich seriöser. Du zeigst dem User, dass du verantwortungsbewusst mit seinen Daten umgehst. Und von wem kauft man lieber ein Produkt oder eine Dienstleistung? Vom nervigen Spam Sender oder von einem Unternehmen, dass vertrauensvoll die Daten der Subscriber schĂŒtzt?

Wir kennen unsere Wahl. Und du?

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