Sebastian von made2GROW:  Herzlich willkommen Patrick!  Ein alt-bekanntes Gesicht sehe ich vor mir. Erzähl unseren Lesern doch einmal, wer du bist und was du hier machst?

Patrick-Kron-made2GROWPatrick Kron: Ich danke dir und freue mich sehr darüber, mit an Bord von made2GROW sein zu dürfen. Nach 10 Jahren Verkauf in verschiedenen Branchen kann ich mich wohl schon fast als alt-eingesessenen Vertriebler bezeichnen. Durch meine letzte Rolle als Seller bei der FLOWFACT GmbH durfte ich die Welt der Immobilienmakler mit all ihren Facetten und Herausforderungen kennenlernen. Ein schwieriger und spannender Markt zugleich. Zwar hat mir das Ganze sehr gefallen, allerdings entpuppte sich mehr und mehr die Leidenschaft zum Online Marketing und der Drang, Maklern bei der Akquise zu unterstützen. Für mich stellte sich schnell heraus: Online Marketing und Vertrieb sind kaum noch von einander zu trennen... auch nicht in der Immobilienbranche. Bei made2GROW kann ich meine Leidenschaft nun endlich ausleben und meine Fähigkeiten im Inbound Marketing gezielt einsetzen. Mit nützlichen Inhalten, Tipps und Ideen möchte ich unsere Kunden dabei unterstützen, noch erfolgreicher zu werden.

Sebastian:  Wie du gerade erwähnt hast, weißt du als ehemaliger Kollege bei der FLOWFACT GmbH  um die Herausforderungen von Immobilienmaklern.   Vor allem bei der Akquise von neuen Eigentümern. Wie siehst du die Situation?

Patrick: Die Digitalisierung sorgt in vielen Branchen für drastische Veränderungen. Traditionelle Arbeitswege und sogar Berufe werden auf den Prüfstand gestellt. Ganz klar auch der Immobilienmakler. Die Akquise stellte sich schon immer als größte Herausforderung dar. Die Art, wie die Menschen heute recherchieren, kaufen und Dienstleistung in Anspruch nehmen hat sich in den letzten Jahren zudem stark verändert. Auch der Eigentümer lässt sich ungern vorgeben, ob und wann er seine Immobilie zu verkaufen hat. Er möchte selbst darüber entscheiden und zu dem Zeitpunkt einen Makler beauftragen, der für sie/ihn passt.

Sebastian: Das ist wie häufig einfacher gesagt als getan. Wie sollten sich Makler aus deiner Sicht in einer sich immer weiter digitalisierenden Welt positionieren?

Patrick: Für Makler ist es längst an der Zeit, ihre bisherigen Prozesse und Strukturen zu hinterfragen und anzupassen. Vor allem eben in der Akquise. Kompetenzen, welche den effektiven Einsatz von Online Marketing beinhalten, sind gefragt. Um sich nicht in Unkosten zu stürzen, sollte man sich trotzdem regional aufzustellen. Online Marketing ist wichtig, muss aber nicht zwingend bundesweit durchgeführt werden. Denn die Frage, ob sich für eine Mietwohnung die Fahrt von München nach Hamburg lohnt, muss man sich nicht stellen. Ein anderes Thema ist die Konkurrenz. Ich bin davon überzeugt, dass man sich nicht permanent mit anderen Unternehmen messen darf. Sich ständig zu vergleichen, kann unglücklich machen und in voreilige Resignation führen. Zudem sollte es darum gehen, anders als die anderen zu sein, was sich im ersten Moment recht banal anhört. Damit meine ich allerdings nicht, besser zu sein. Der zwanghafte Versuch, besser als andere zu sein, löst nichts weiter als negativen Stress aus, den man irgendwann nicht mehr los wird. Stattdessen würde ich mich als Makler darauf konzentrieren, meine eigene Welt bestmöglich nach außen zu tragen und bei den Besuchern meiner Website ein gutes Bauchgefühl auszulösen, noch bevor der persönliche Kontakt entstanden ist. Somit sorge ich dafür, dass mich Menschen kontaktieren, die mich von da an bereits schätzen.

Sebastian: Aber dennoch sind Eigentümer, die eine Immobilie verkaufen wollen, die Haupteinnahmequelle für Makler. Diese sind im Alltag bekannte und kunden-zentrierte User Interfaces wie Amazon, Netflix etc. gewohnt. Was können Immobilienmakler von diesen Anbietern lernen?

Patrick: Schnelle Kommunikationswege, direkte Informationen und bequeme Abläufe für den Kunden sind sehr entscheidend. Amazon, Netflix und Co. schaffen es, dass der Nutzer sich wohl und sicher fühlt, da er zu jederzeit und überall selbst entscheiden kann, ob er etwas bestellt oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt. Ich denke, dass der Immobilienmakler hier ansetzen kann. Den Eigentümer mit nützlichen und relevanten Informationen bereichern und eine Plattform schaffen, auf der er sich wohl fühlt. Natürlich kann man damit noch keine Kaufentscheidung auslösen, sie allerdings maßgeblich beeinflussen.

Sebastian: Glaubst du, dass es den Immobilienmakler als Einzelkämpfer in Zukunft noch geben wird?

Patrick: Davon bin ich feste überzeugt. Stichwort "Klasse statt Masse": welcher Kunde sieht es nicht gerne, dass der Immobilienmakler individuell auf den Kunden eingehen kann und sich die Zeit nimmt, die benötigt wird. Der Einzelkämpfer hat in der Regel nicht die Masse an Immobilien und dadurch die Möglichkeit dazu. Nicht selten entsteht für den Kunden dadurch eine persönliche oder gar freundschaftliche Atmosphäre. Der Makler muss allerdings offen für Veränderungen und vor allem gegenüber der digitalen Welt sein. Denn auch in ländlichen Regionen suchen Eigentümer oft zunächst über das Internet nach Unterstützung, ihre Immobilie zu vermarkten. Wer sich hier regional mit einer professionellen Online-Visitenkarte positioniert, hat gute Karten. Wir dürfen eines nicht vergessen: die Branche ist nach wie vor ein Geschäft zwischen Menschen. Man schüttelt sich die Hände und unterhält sich unter vier oder mehr Augen. Erst wenn der Eigentümer sich dabei wohl fühlt, unterschreibt er letztlich den Maklervertrag.

Sebastian: Vielen Dank für deine Zeit Patrick! Wir freuen uns schon auf die Zusammenarbeit und deine Artikel hier im Blog!

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